PLECS

Simulationssoftware für Leistungselektronik

PLECS® ist die Software der Wahl, wenn es um die schnelle Simulation leistungselektronischer Systeme geht. Sie ist in zwei verschiedenen Editionen erhältlich: dem PLECS Blockset mit nahtloser Integration in MATLAB®/Simulink® und PLECS Standalone als vollständig unabhängiges Produkt.

Neu in Version 4.3

  • Importassistent für thermische Datenblätter
    Der neue Importassistent des thermischen Editors erleichtert die Erfassung von Datenpunkten aus Graphen. Der Assistent umfasst auch einen Optimierungsalgorithmus zur Parameteranpassung von Fosternetzwerken an thermische Impedanzkurven.
  • Verbesserte Code-Erzeugung
    Das Target Support Package Framework des PLECS Coders wurde erweitert, um die Code-Erzeugung und den External-Mode-Betrieb für Embedded Targets zu unterstützen. Diese Erweiterungen werden im neuen TI C2000 Support Package verwendet.
  • Verbesserte Dynamische Subsystem-Masken
    Maskierte Subsysteme können über Callback-Funktionen in Abhängigkeit von Parameterwerten ihre Terminals verbergen, wieder anzeigen und verschieben.

Anwendungsbeispiel: HIL-Simulation eines MMC

Die PLECS RT Box ist ein moderner Echtzeitsimulator, der aus PLECS heraus programmiert und bedient werden kann. Mit seinen 32 analogen und 64 digitalen Ein- und Ausgängen und seiner 1 GHz Dual-Core CPU handelt es sich um einen vielseitig einsetzbaren Digitalrechner, der sich sowohl für Hardware-in-the-Loop (HIL) Simulationen als auch zum schnellen Aufbau von Regeleinrichtungen eignet.

HIL-Simulation von einem MMC mit vier RT-Boxen

Die obige Anordnung dient zur Echtzeitsimulation eines netzgekoppelten modularen Multilevelumrichters (MMC) mit vier miteinander verbundenen RT Boxen. Jeder Zweig des aus 10 Halbbrücken bestehenden MMC hat einen eigenen Slave-Regler und wird auf einer separaten RT Box simuliert. Die oberste vierte Box simuliert die passiven Filter und das Netz. Die RT Boxen sind über serielle Hochgeschwindigkeitsschnittstellen auf der Rückseite miteinander verbunden, um Simulationsdaten auszutauschen und den Simulationszeitschritt zu synchronisieren. Alle Boxen laufen mit einem Zeitschritt von 3 μs.

Die Regelung des Gesamtsystems erfolgt mit vier C2000-Mikrocontrollern, die über LaunchPad Interface-Karten an der Vorderseite jeder RT-Box angeschlossen sind. Der Master-Regler oben kommuniziert mit den Slave-Reglern über einen SPI-Bus.

"Even though being new to PLECS and the PLECS RT Box, I was able to successfully develop the simulation of a PFC stage with two boost cells and the controls implemented in C code in only one day."
— Prof. Dr. Radu Bojoi, Power Electronics Innovation Center, Politecnico di Torino